On Demand.


endlich


Silent Letters To An Absent Friend

federleicht

und narrengleich

kindheit und jugend

das leben

so weit

wie flaches

fruchtbares land

der himmel –

flirrend

blendend

verlockend

was scheinbar möglich

und wir fühlen uns

so stark

so unbesiegbar

trotzen allem

was sich uns da

finster in den weg

stellen mag

frei und

federleicht

trotzdem tausend fragen

vorallen

wer wir eigentlich sind

um dies

kreisen wir

endlos

satelitengleich

doch dann

plötzlich

am seidenen faden

zappelnd

ganz unverhofft

kippt unser himmel

fletscht das leben

seine hässlichen zähne

und die zeit

würgt uns

in ein ängstlich bewusstsein

dass wir eigentlich

endlich sind

der horizont

aufeinmal so grau

und verhangen

und tonnenschwer

das gewicht

all unserer ängste

reisst uns hinab

und dann erkennen wir

in einer pfütze

unser alterndes gesicht

und all das

was einmal war

wir erkennen

wer wir wirklich sind

leider viel zu spät

denn

etwas bricht

in uns

wir sind so

verdammt

verletzlich…

wir werden

aufeinmal

erwachsen

und…

Ursprünglichen Post anzeigen 2 weitere Wörter