Um wen wir trauern – Ein Text über 150 Tote und 147 Tote


Das Eigene und das Andere

Mediengenuss macht nachdenklich. Vor allem in den letzten Tagen. Während das Interesse am Absturzes der Germanwings-Maschine 4U-9525 nicht nachzulassen scheint und diskutiert wird, inwiefern Piloten mit psychischen Erkrankungen eine Bedrohung darstellen, verklingt der Terroranschlag auf die Universität in Kenia ohne große Aufmerksamkeit in den Tiefen des Internets. Am Donnerstagmorgen hatten Angreifer der Schabab-Miliz 147 Student_innen und Mitarbeiter_innen niedergemetzelt. Das Leben der traumatisierten Überlebenden ist für immer verändert, so wie das derer, die ihre Angehörigen verloren haben.
Wenn ein Mensch stirbt, ist das in erster Linie schlimm oder bestürzend für jene, die mit diesem Menschen in Kontakt standen. Wenn mir erzählt wird, irgendwo auf der Welt seien Menschen gestorben, nehme ich das mit einem Achselzucken zur Kenntnis. Wir alle wissen, auch wenn wir es selten thematisieren, dass der Tod zum Leben gehört. Irgendwann wird auch unser Tag kommen. Warum also interessieren wir uns für den Tod von fremden Menschen?…

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